Digitalisierung
KI im Bauwesen
Wo künstliche Intelligenz im Bauwesen heute hilft, was sie dafür braucht und wie man ein erstes Pilotprojekt sinnvoll aufsetzt.
Wo KI heute hilft
KI ist im Bauwesen dort am stärksten, wo viele ähnliche Dokumente, Bilder oder Daten anfallen und Menschen bisher von Hand sortieren, suchen oder prüfen. Ein Überblick nach Projektphase:
| Phase | Anwendungsfall | Was dafür nötig ist |
|---|---|---|
| Planung | Planunterlagen gegen Vorschriften prüfen (automatisierte Regelprüfung) | Maschinenlesbare Regeln und strukturierte Modelle |
| Ausschreibung | Leistungspositionen klassifizieren und vergleichen | Einheitlich gegliederte Leistungsverzeichnisse |
| Ausführung | Baufortschritt aus Fotos erfassen, Mängel vorsortieren | Fotos mit Ort und Zeit, ein Bezugsmodell |
| Steuerung | Terminrisiken aus Verlaufsdaten früh erkennen | Gepflegte Terminpläne über mehrere Projekte |
| Büro | Wissen und Dokumente erschließen, Anfragen vorbeantworten | Abgelegte, auffindbare Dokumente |
Zur automatisierten Regelprüfung1 forschen wir selbst, siehe unsere Publikationen.
Anwendungsfälle einordnen
Nicht jeder Anwendungsfall lohnt sich zuerst. Ein einfaches Raster aus Nutzen und Aufwand hilft, mit einem schnellen Erfolg zu beginnen und die großen Vorhaben gut vorzubereiten.
Bei uns selbst
Zwei digitale Kollegen arbeiten bei uns mit: Rheo antwortet im Team-Chat und übernimmt kleine Aufgaben, Onda nimmt Anrufe an, wenn niemand frei ist, und gibt das Anliegen mit Mitschrift weiter. Beide stellen wir im Team vor.
Vor dem ersten Pilotprojekt
- Ein konkretes Problem wählen, das heute messbar Zeit kostet.
- Prüfen, ob die nötigen Daten vorhanden, zugänglich und erlaubt nutzbar sind.
- Klären, wer das Ergebnis prüft und verantwortet.
- Erfolg vorab festlegen, etwa eingesparte Stunden je Monat.
- Klein beginnen, auswerten, dann ausweiten.